Blick in die Zukunft – die ökologische Aufwertung des Karpfsees

Oberbayern ist auch bekannt für seine Seen. Leider sind nur wenige in einem ursprünglichen Zustand. Eingriffe in das Ökosystem und Nutzung haben viele Seen verarmen lassen.
So auch den Karpfsee, der am westlichen Rand der Loisach-Kochelsee-Moore zwischen Schlehdorf und Großweil liegt und den Missions-Dominikanerinnen des Klosters Schlehdorf gehört. Aber immer noch ist der See ein sehr wertvoller Biotop, beispielsweise brüten hier viele Vogelarten, die auf der Roten Liste der bedrohten Arten geführt werden, wie Schwarzmilan, Gänsesäger und Wasserralle.


Das ZUK hat den See für zehn Jahre gepachtet, um ihn ökologisch aufzuwerten. Dieses Projekt wird großteils durch den Bayerischen Naturschutzfonds und in Teilen von der Allianz Umweltstiftung gefördert.
Folgende Maßnahmen wurden bereits umgesetzt:
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  • Entnahme der asiatischen Graskarpfen, die die Wasservegetation stark geschädigt hatten. Die Abfischung der Graskarpfen führte zu einer geringeren Algenbelastung und zu einer verbesserten Trophiebeurteilung des Sees.
  • Der Pflanzenbestand erholt sich seither von den Frassschäden.
  • Beruhigung des Biotops und Minimierung von Störeinflüssen durch Einschränken der Freizeitnutzung. Geplant sind folgende Maßnahmen:
  • optimale Gestaltung der Seerandbereiche und   Flachwasserbereiche,
  • Optimierung der landwirtschaftlichen Nutzung der den See umgebenden Flächen zur Minimierung des Nährstoffeintrags in den See.

Die klostereigenen Flächen sind noch bis 2010 an einen Landwirt verpachtet, der fast alle Flächen (Futterwiesen) nach den Richtlinien des Ökolandbaus bewirtschaftet. Mit den einzelnen Streuwiesen, die an den Karpfsee angrenzen, nimmt er am Erschwernisausgleich teil.