Das Chartres-Labyrinth in der Welt
Foto-Ausstellung von Gernot Candolini. In Kooperation mit dem Geistlichen Mentorat der Katholischen Stiftungshochschule Benediktbeuern
Chartres-Labyrinth in Torrance (Kalifornien) (Foto: Gernot Candolini)

Das Labyrinth von Chartres fasziniert Menschen seit seinem Bau um  das Jahr 1200. Im Boden der Kathedrale von Chartres (Frankreich) ist es angelegt. Bereits im 13. Jahrhundert begannen Menschen, dieses Labyrinth zu kopieren und an anderen Orten wieder aufzubauen. Heutzutage gibt es auf der ganzen Welt hunderte neu gebauter Labyrinthe. Das Labyrinth von Chartres und seine kleine "Schwester", das Chartres-Labyrinth mit sieben Umgängen, sind diejenigen, die am meisten kopiert werden. Zahlreiche Menschen an so vielen anderen Orten begehen dieses Labyrinth. Daher ist das Chartres-Labyrinth so  bekannt.

Die Foto-Ausstellung von Gernot Candolini zeigt Beispiele einiger der schönsten und interessantesten Chartres-Labyrinthe auf der ganzen Welt.

Beschreibung der einzelnen von Gernot Candolini ausgestellten Fotos über das Chartres-Labyrinth in aller Welt (bitte anklicken zum Downloaden)

Das Rätsel des Labyrinths

"Im Labyrinth geht man nicht verloren, man findet sich.
 Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus, sondern sich selbst. "   Hermann Kern

Das Labyrinth ist eine der ältesten symbolischen Figuren der Menschheit. Seit Jahrtausenden wurde es in Stein oder Ton gekratzt, auf Töpferwaren gemalt, mit Steinen auf dem Boden ausgelegt oder in  Handschriften gezeichnet. Labyrinthe findet man auf alten griechischen Münzen, auf etruskischen Vasen, in verschiedenen Bibeln, auf indonesischen Goldringen, aber auch auf Steinen und Schmuck der Indianer Nordamerikas.
Ein Höhepunkt in der Geschichte ist die Nutzung des Labyrinths in gotischen Kirchen. Es war als Pilgerweg für den täglichen Gebrauch angelegt, aber auch als liturgischer Weg zum Osterfest. Das berühmteste und am meist kopierte Labyrinth der Welt wurde in der Kathedrale von Chartres eingebaut.
In unserer Zeit hat das Labyrinth wieder eine Renaissance erlebt: Derzeit werden überall auf der Welt, vor allem im deutschsprachigen Raum und in den USA, hunderte neue Labyrinthe, vorwiegend im Freien, gebaut und wieder verwendet.

Gernot Candolini (*1959) lebt mit seiner Familie in Innsbruck. Er ist Designer und Gestalter von Labyrinthen und hat mehrere Bücher verfasst. Durch seine Labyrinthbauten und Bücher, die in mehrere Sprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch, Holländisch, Slowenisch) übersetzt wurden, leistete er einen wesentlichen Beitrag, dem Symbol Labyrinth in Europa zu einer neuen Renaissance zu verhelfen. Er selbst hat ca. 40 Labyrinthe geplant und/oder gebaut.

Weitere Informationenhttps://www.labyrinthe.at/

Organisatorisches
Datum:
Sa 1.08. - So 13.09.
Zeit:
täglich 9 - 17 Uhr
Ort:
Flur der ZUK-Erwachsenenbildung (Maierhof, 1. Stock im Mittelrisalit)
Kosten:
Eintritt frei
Mitzubringen:
Die Corona-Schutzauflagen verpflichten zum Tragen von Mundschutzmasken und einem Mindest-Abstand (1,5 m) zwischen Ausstellungs-Besuchern verschiedener Haushalte