Biber-Ausstellung der Kreisgruppe des BUND Naturschutz (BN)
Einblicke in die Welt des größten heimischen Nagetiers

Mit dem Biber ist dem BUND Naturschutz (BN) die erfolgreichste Wiedereinbürgerung eines Wildtieres in Bayern gelungen. Heute sorgt der Ureinwohner Bayerns für mehr Artenvielfalt und Hochwasserschutz, auch im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen. Trotzdem machen ihm Vorbehalte das Leben schwer.

Der Europäische Biber (Castor fiber) ist nicht nur das größte Nagetier Europas, er ist auch der beste „natürliche“ Ökosystem-Manager: Wo immer er lebt und anpackt, nimmt die Artenvielfalt sprunghaft zu. So zählen Biberreviere zu den artenreichsten Biotopen im Freistaat. Wie keine zweite Tierart gestaltet der Biber seinen Lebensraum selbst: Eindrucksvoll sind seine stattlichen Biberburgen, in denen er mit seiner Familie lebt. Manchmal bezieht er auch selbstgegrabene Röhren im Uferbereich. Mit kunstvoll erbauten Dämmen staut er das Wasser schließlich so auf, dass die Eingänge seiner Wohnbauten stets unter Wasser liegen – ganz so, wie er es gerne mag.

Der wertvolle Nebeneffekt seiner emsigen Bautätigkeit: Kostenlos und sozusagen Hand in Pfote mit der Wasserwirtschaft renaturiert er dabei begradigte Flüsse und Bäche. Der Laubfrosch, eine ehemalige Allerweltsart, die heute leider immer seltener wird, fühlt sich dort wieder wohl.

Das ZUK und der BN setzen sich seit Jahren erfolgreich ein für die Wiedereinbürgerung dieses „Urbayern“, auch in unserer Gegend. Zweifelsohne kommt es hierbei zu „Berührungen“ und Interessenkonflikten mit Grundstückeignern und der Landnutzung, die aber zum großen Teil durch gut ausgebildete Biberberater und entsprechende Information gütlich geregelt werden können.

Friedl Krönauer, BN-Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen

Organisatorisches
Datum:
Mi 8.05. - Mi 29.05.
Zeit:
montags bis freitags jeweils 9 bis 16 Uhr
Ort:
Foyer der ZUK-Umweltjugend-bildungsstätte (Westflügel des Maierhofs)
Kosten:
Eintritt frei