Energiebilanz

Bilanz Wärmebedarf

Der gesamte Klosterkomplex hat einen Wärmebedarf von ca. 4.700 Megawattstunden pro Jahr. Zu rund 90 % wird der Wärmebedarf durch regenerative Energiequellen gedeckt (was dem Jahresbedarf von rund 220 Privathaushalten entspricht). Der Rest des Wärmebedarfs wird unter Verwendung des fossilen Brennstoffs Heizöl abgedeckt. Die Wärmebedarfsdeckung durch regenerative Energiequellen selbst setzt(e) sich wie folgt zusammen: der Einsatz der Hackschnitzel-Kesselanlage erbringt 92 % der regenerativen Wärmegewinnung, der Einsatz des Rapsöl-Blockheizkraftwerkes 7 % (inzwischen Stillgelegt) und die Nutzung der Sonnenenergie durch den Einsatz der solaren Brauchwasser-Anlage auf dem dach des Klostergebäudes und der Wärmepumpen auf dem Speicher des Meierhofes 1%.     

Bilanz Strombedarf

Der Stromverbrauch beträgt im Kloster Benediktbeuern pro Jahr ca. 970 Megawattstunden. Etwa 30 - 40% werden davon durch den Einsatz eigener regenerativer Energiequellen abgedeckt. Diese Energie würde ausreichen um den durchschnittliche Jahres-Strombedarf von ca. 100 Privathaushalten zu decken.

Die Stromleistung der regenerativen Energien wird zu 3/4 von der Wasserkraft-Anlage erbracht, zu 1/4 vom Pflanzenölblockheizkraftwerk (inzwischen stillgelegt) und zu 2 % von den Photovoltaik-Anlagen.

Der bezogene Fremdstrom aus dem öffentlichen Stromnetz (ca. 60 - 70% des Gesamtstrombedarfs) stammt zu 100% aus Wasserkraft (Ökostrom).

Daher werden 100% des in der Klosteranlage benötigten Stroms aus Ökostrom bezogen (selbst erzeugt oder aus öffentlichem Stromnetz).

Ökobilanz    

Der Aufwand: 2,7 Millionen Euro
    
Der Mehrwert:
- Senkung der CO2 – Emissionen
- Schonung der Rohstoffe
- Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten
- Vermittlung von Wissen
- Vorbild- und Modellfunktion    

    
Die Bilanzierung der Energiezentrale des Klosters Benedikt-beuern kann eine Investitionssumme von rund 2,7 Mio. Euro nicht vernachlässigen. Die Bilanzierung reicht aber auch weit über eine rein finanzielle Bewertung hinaus.

Mit dem Einsatz von erneuerbaren Energien in der Energiezentrale werden bei der Wärmeversorgung jährlich etwa 400.000 Liter Heizöl eingespart sowie Emissionen von rund 1.400 Tonnen CO2, die aus Heizöl zusätzlich in die Atmosphäre freigesetzt würden.
Dies entspricht einer C02 Menge, die etwa 400 privat genutzte PKWs pro Jahr in die Luft abgeben.

Grundsätzlich werden die Rohstoffe der Erde geschont, was zukünftigen Generationen zugute kommt.

Der Gesamt-Energiebedarf (Wärme und Strom) der Klosteranlage Benediktbeuern wird zu rund 90% aus erneuerbaren Energien gedeckt.

Mit der Verwendung von Brennstoffen aus der Forst- und Landwirtschaft sind auch weitere Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten verbunden, wodurch sowohl ökonomischen als auch sozialen Aspekten in der Region Rechnung getragen wird.

Am konkreten Beispiel Energiezentrale lässt sich vor Ort aufzeigen, wie zukunftsorientierte umweltfreundliche Energieversorgung aussehen kann. Über die Vermittlung von Wissen hinaus werden über die Energiezentrale Vorbild- und Modellfunktion erfüllt.

Weitere Informationen zur Energiezentrale im Kloster Benediktbeuern finden Sie auch in der gleichnamigen Broschüre (hier Download), die Sie im Zentrum für Umwelt und Kultur sowie im Klosterladen Benediktbeuern erhalten.

 

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