Urkräfte in Hightech-Maschinen

Bei der Wärmeversorgung muss mit relativ hohen Vorlauftemperaturen (80 - 90 Grad C) gefahren werden, da die bereits bestehenden Heizkreisläufe in den verschiedenen Gebäudeteilen des Klosters darauf ausgerichtet sind. Auch ist eine Vielzahl verstreut aufgestellter Bereiter für Brauchwarmwasser zu versorgen. Für diesen hohen Temperatur-Bedarf kommen als regenerative Energietechniken die Biomasseverbrennung sowie das Pflanzenöl-BHKW in Frage.

Der problemloseste Biomasse-Brennstoff sind naturbelassene Hackschnitzel. Daher fiel die Wahl auf eine Holzhackschnitzel-Kesselanlage. Darüber hinaus bieten sich für die Brauchwasser-Erwärmung als regenerative Energieerzeugungs-Bausteine eine Solare Brauchwasser-Anlage (mit Sonnenkollektoren) sowie Wärmepumpen an.
Da Benediktbeuern in einer relativ sonnenreichen Gegend liegt, ist der Einsatz von Sonnenkollektoren sowie einer Photovoltaik-Anlage sinnvoll. Eine Wasserkraft-Anlage war bereits im Untergeschoss des Aktionszentrums in Betrieb und wurde aufgrund der aufgetretenen Schallbelästigungen nun in die Energiezentrale verlegt.

Für die Wärmeerzeugung sind in der Energiezentrale drei Kesselanlagen installiert: die Holzhackschnitzel- Kesselanlage und das Pflanzenöl-BHKW decken den Wärmegrundbedarf (Wärmegrundlast). Durch die Begrenzung auf den Grundlastbetrieb können die beiden Anlagen wirtschaftlich betrieben werden. Zusätzlich sind zwei Heizöl-Kessel eingebaut, die als Reserve bereitstehen, wenn durch eine Störung die Holzhackschnitzel-Kesselanlage ausfallen sollte. Außerdem sind diese Heizöl-Kessel in Betrieb, sobald eine besonders große Wärmemenge (Spitzenlast) für die Heizung gebraucht wird.