Ergänzende Informationen über die ZUK Senioren

Gründung, Entwicklung und Struktur der ZUK-Senioren:

Am 19. / 20.April 1999 trafen sich auf Einladung des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK) in Benediktbeuern 24 Seniorinnen und Senioren.
Im „Jahr der Senioren“ entstand so der Arbeitskreis der ZUK-Senioren. Die ZUK-Senioren, darunter rund ein Drittel Frauen, waren bei der Arbeitskreis-Gründung zwischen 54 und 82 Jahre alt. Die früheren beruflichen Tätigkeiten waren breit gestreut, von Akademikern über Kaufleute und Handwerker bis hin zu Hausfrauen. Inzwischen ist die Anzahl auf rund 40 Personen gewachsen, wobei Frauen- und Männer-Anteil etwa gleich groß sind.

Anliegen der Senioren sind:

  • ihre im Laufe des Lebens erworbenen Kenntnisse nicht brachliegen zu lassen, sondern wo es möglich ist, in ehrenamtlicher Tätigkeit sinnvoll einzusetzen
  • sich über Themen aus Umwelt und Kultur durch Exkursionen oder Vorträge kompetenter Referenten zu informieren

 

Dem Arbeitskreis „ZUK-Senioren“ steht im Zentrum für Umwelt und Kultur ein „Senioren-Stüberl“ für seine Treffen zur freien Verfügung. Darin vorhanden ist auch ein PC-Arbeitsplatz mit Internet-Anschluss, finanziert vom Umweltministerium. Geführt und verwaltet wird der Arbeitskreis seit 3 Jahren von einem gewählten, aus drei Personen bestehenden, Sprechergremium.

Die ZUK-Senioren treffen sich zu ihren Arbeitskreis-Sitzungen im Turnus von 2 Monaten, jeweils am ersten Montag in den geradzahligen Monaten (Febr., Apr., Juni usw.). Der Vormittag ist in der Regel für Vorträge oder Führungen reserviert, deren Themen zuvor im Arbeitskreis abgestimmt wurden. Nachmittags werden in der „Ideenschmiede“ die laufenden Aktivitäten diskutiert und neue Projekte besprochen. Die einzelnen Projektgruppen treffen sich nach jeweiligem Bedarf.

 

 

Projekte die von den Senioren durchgeführt werden

 

Senioren-Zeitung  „Horizont“

Eines der ersten Projekte war die Gestaltung einer Seniorenzeitung. Als Titel wurde nach eingehenden Diskussionen „Horizont“ gefunden. In der Zeitung wird berichtet über Probleme aus Umwelt und Natur, über Aktivitäten im ZUK, die Arbeit der ZUK Senioren und letztlich über Themen, die ältere Menschen interessieren könnten. Im Dezember 1999 war die erste Ausgabe fertig gestellt. Die Zeitung wird in rund 50 Alten- und Pflegeheimen und an interessierte Leser kostenlos verteilt. Zur Zeit erscheint die Zeitung wegen mangelnder Finanzierung leider nicht.

 

Kräuterbuch „Kräuterwissen unserer Mütter“

Unsere Seniorin Anni Madl wurde bei ihren Kräuterführungen, die sie für das ZUK, aber auch für den Fremdenverkehr macht, immer wieder nach schriftlichen Aufzeichnungen über die Heilkräuter gefragt. Eine Gruppe der ZUK Senioren nahm sich dieser Thematik an und versuchte zunächst in Loseblattform Beschreibungen zu erstellen. Letztlich wurde das Kräuterbuch „Kräuter Wissen unserer Mütter“ daraus. Nach über einem Jahr Arbeit ist im September 2000 die erste Auflage mit 2000 Stück fertig gestellt worden. Inzwischen wird die 4. Auflage vertrieben. Das Buch beschreibt das Wissen der ZUK-Seniorin Anni Madl über Heilkräuter, die im Gebiet Benediktbeuern wachsen, sowie deren Heilwirkungen und wie aus den Kräutern Tees, Salben oder Tinkturen bereitet werden können.

 

Pflege des Kräutergartens im ZUK

Eine Gruppe der ZUK Senioren hat die Aufgabe übernommen, den Kräutergarten vor dem Meierhof zu pflegen. Es ist nicht nur der Rasen zu mähen oder das „Unkraut“ in den Beeten zu beseitigen, sondern auch die Wege und Einfassungen Instand zu halten sowie Nachpflanzungen vorzunehmen und die Beschilderungen der Heilkräuter bei Bedarf zu erneuern. In zwei größeren Aktionen wurden einmal die Wege generalgereinigt und die Einzäunung erneuert.

 

Streuobstwiesen-Nachpflanzung

Im Frühjahr 2000 beteiligten sich einige Senioren an einer Pflanzaktion von Obstbäumen in den Streuobstwiesen des Klosters Benediktbeuern.

 

Ausstellungen

Im Frühjahr 2001 bereitete eine Gruppe von Senioren die Ausstellung „Wasser ist Leben“ in der Tenne des Meierhofes mit vor. Die Senioren haben schwerpunktmäßig die Themen „Loisachregulierung“, „Nutzung des Lainbaches durch Mühlwerke“, „Wasserversorgung und –Entsorgung in Benediktbeuern“ für die Ausstellung gestaltet. Bei der geöffneten Ausstellung übernahmen ZUK-Senioren ebenfalls die Beaufsichtigung. Die Ausstellung wurde auch 2002 in leicht geänderter Form durch die ZUK-Senioren betreut.

Im Jahr 2004 beteiligten sich die ZUK-Senioren an der Gestaltung der Ausstellung „Mensch und Garten“ mit den Themen „Bauerngarten“, „Naturgarten“, „Bienen im Garten“, „Geschichte der Klostergärten“ und „Heilkräuter und Gartendüfte“. Die Aufsicht wurde wiederum weitestgehend von ZUK-Senioren übernommen.

Im Herbst 2004 bauten einige Senioren die Ausstellung „Faszination Biotechnologie“ der Bundesumweltstiftung im neuen Energie-Pavillon auf und übernahmen ab Dezember die Aufsicht.

Im Sommer 2005 betreuten die ZUK-Senioren die Ausstellung „Was essen wir wirklich“, konzipiert nach einer Idee von Karl Ludwig Schweissfurth.

Im Jahre 2006 wurde die Ausstellung „All you need“, gestaltet von der Verbraucherzentrale Bayern, von den ZUK-Senioren beaufsichtigt.

 

Springbrunnen im Meditationsgarten

ZUK-Senioren haben für den Meditationsgarten westlich des Meierhofes eine Springbrunnenanlage geplant und gemeinsam mit Zivildienstleistenden gebaut.

 

Publikation zur Geschichte des Meierhofes

Zur Zeit wird an einer Broschüre gearbeitet, in der die Geschichte des Meierhofes dargestellt wird vom ehemaligen klösterlichen Landwirtschaftsgebäude vor 300 Jahren bis hin zum heutigen Bildungs- und Konferenzzentrum. Versehen mit Lageplänen soll es zugleich ein Führer für Besucher durch den riesigen Gebäudekomplex werden.

 

Wege-Leitsystem

Eine Projektgruppe der ZUK-Senioren arbeitete an der Erstellung eines Wege-Leitsystems für das Kloster und das ZUK mit, dass den Besuchern eine schnelle Orientierung in den großen Gebäudekomplexen des Klosters geben soll. Ein Teil der Beschilderung ist bereits verwirklicht.

 

Klosterrundweg – Schmetterlingspfad

Auf Anregung von ZUK-Senioren arbeiteten einige Senioren an der  Planung und Gestaltung eines nahe dem Kloster gelegenen Rundweges um das Kloster, angelegt als Schmetterlingspfad, der im Juni 2005 eingeweiht werden konnte. Früher musste man fast bis zur Loisach wandern, um das Kloster zu umrunden.

Aus Anlass des Weltjugendtages in Köln waren schon vor dem Termin viele Jugendliche aus verschiedenen Ländern im Kloster und im Klosterdorf. Mit einer Gruppe Jugendlicher aus Kanada haben die ZUK-Senioren ein Holzkreuz von ca. 3 Metern erstellt, in einem Kreuzweg zum Klosterrundweg getragen und dort in einem vorbereiteten Fundament verankert. Am gleichen Tag wurden auch von den Jugendlichen verschiedene Pflanzen als Schmetterlingsnahrung am Weg gepflanzt.

 

Gasmessungen auf Klostergrund

Über das ganze Jahr 2006 führten ZUK-Senioren an ausgesuchten Plätzen auf Klostergrund im Benediktbeurer Moos Gasmessungen durch. Die Messungen erfolgen im Rahmen eines europaweiten Projekts „Methan- und Lachgasaustausch von entwässerten und renaturierten Grundwassermooren“, hier in Benediktbeuern unter der Leitung des Lehrstuhls für Vegetationsökologie an der TU-München Weihenstephan.

 

Vernetzung aktiver Seniorengruppen in Bayern

ZUK-Senioren arbeiten mit an dem Projekt „Senioren für die Um-Welt“, das vom Bayerischen Umweltministerium in Verbindung mit der Katholischen Stiftungsfachhochschule Abteilung Benediktbeuern durchgeführt wurde. Anhand zahlreicher Interviews mit im Umweltbereich aktiven Senioren wurden Beiträge für den „Atlas guter Beispiele“ erarbeitet. Weiter wurde an einer „Handreichung“ für Umweltstationen mitgearbeitet.

 

Führungen im Kloster und im ZUK

Einige Senioren stehen dem Kloster auf Abruf für Führungen durch das Kloster und die Basilika zur Verfügung, sowie für Führungen im ZUK.

 

Erwachsenenbildung des ZUK

Im Rahmen der Erwachsenenbildung des ZUK übernehmen ZUK-Senioren einige Vorträge, Kurse bzw. Führungen zu Themen wie Imkerei, Obstbaumschnitt oder Einsatz von Heilkräutern.

 

Verkaufsstände

Am „Tag der Regionen“ im Kloster Benediktbeuern oder am Christkindlmarkt in der Dorfstraße wurden das Kräuterbuch der ZUK-Senioren, die Seniorenzeitung „Horizont“ und Vogelnistkästen angeboten und verkauft.

 

Aussichtskanzel am Fuchsbichl

Am Fuchsbichl-Stadl wurde eine Aussichtskanzel zur Vogelbeobachtung durch eigene Arbeit bzw. Finanzielle Unterstützung errichtet.

 

Barfusspfad im Biotop

Für den Barfußpfad im neuen Moorbiotop wurde von ZUK-Senioren eine große Menge Holz zugeschnitten.

 

Erneuerung der Wege im Biotop

Im über 20 Jahre alten Biotop im Beurer Moos werden von den ZUK-Senioren gemeinsam mit Zivi’s und einer Firma für Erdbewegungen die alten verfallenen Holzwege durch Kieswege ersetzt und die Teiche gereinigt und neu abgedichtet.

 

Weitere Aktivitäten:

  • Pflegearbeiten in den Biotopen
  • Beobachtung und Reinigung der Vogelnistkästen auf Klosterland
  • Pflege der Reptilien im Biologie-Labor
  • Dienst in der Rezeption des ZUK
  • Bücherpflege in der Klosterbibliothek
  • Betreuung des Schaubienenstandes im Südwest-Foyer des ZUK
  • Gestaltung der Schautafeln über Tiere und Pflanzen des Jahres im ZUK
  • Mitarbeit, Einrichtung und Ausstattung der Energiewerkstatt
  • Obsternte im Streuobstgarten des Klosters
  • Errichtung einer Stiftung der ZUK-Senioren

 

Themen Vorträge:

Für Vorträge holten wir uns Referenten zu Themen wie:

  • Zielsetzung und Aufgaben des ZU
  • Agenda 21 / Nachhaltigkeit
  • Entwicklung der Gemeinde Benediktbeuern
  • Die landkreisübergreifende Kläranlage Bad Heilbrunn – Penzberg
  • Die Aufgaben des Bezirkstages
  • Projekt „Lernende Region Tölzer Land“
  • Öko-Audit des Klosters Benediktbeuern
  • Vorsorgeverträge / Erbrecht
  • Gedächtnistraining
  • Ernährung im Alter
  • Wetterkunde und Kartenlesen in den Bergen

 

Exkursionen:

Beispiele für unsere bisherigen Exkursionsziele:

  • Kernkraftwerk Ohu bei Landshut
  • Institut für Wasserbau in Obernach, eine Außenstelle der TU München
  • Walchensee-Kraftwerk
  • Wetterstation auf dem Hohenpeißenberg
  • Bayerisches Haupt- und Landgestüt in Schwaiganger
  • Klöster Rottenbuch und Steingaden und Wieskirche im Pfaffenwinkel
  • Bayerischen Rundfunk in München
  • Gartenbauversuchsanstalt Weihenstephan
  • Loisachtaler Forellenzucht Bad Heilbrunn
  • Alte Apotheke im Kloster Reutberg
  • Museen der „Blauen Reiter“ in Kochel und Murnau
  • Bayerisches Fernsehen in Oberföhring
  • Bayerisches Landesamt für Wasserwirtschaft in München
  • Umweltseminar Kloster Banz gemeinsam mit der Hans-Seidel-Stiftung
  • Privatgarten mit 10.000 qm in Erkheim
  • Fachschule für Schreiner und Holzbildhauer und Fachakademie für Holzgestaltung
  • Roche Diagnostic  in Penzberg
  • Künstlerpfarrer Sieger Köder in Ellwangen
  • Moschee in Penzberg
  • Limnologisches Institut der Uni München in Iffeldorf
  • Synagoge in München
  • Botanischer Gaten München
  • Augsburg, Dom, Fuggerei, Rathaus, Perlach