Naturschutz und Landschaftspflege

Jahrhundertelang haben die Mönche die Loisach-Kochelsee-Moore in eine faszinierende Kulturlandschaft verwandelt. Diese liegen am Alpenrand zwischen Kochelsee und Penzberg. Mit Futterwiesen, extensiv genutzten Streuwiesen und naturnahen Hochmoore dehnen sie sich im Talzug der Loisach auf 3.600 Hektar aus. In gemeinsamer Initiative mit der Regierung von Oberbayern setzt das ZUK den Pflege- und Entwicklungsplan Loisach-Kochelsee-Moore um. Die überaus schützenswerte Moorlandschaft, FFH- Meldegebiet und Vogelschutzgebiet, wird vorrangig durch enge Kooperation mit den Nutzern erhalten und weiterentwickelt.

Schwerpunkte der Naturschutzarbeit sind die Extensivierung des Klosterlands Benediktbeuern mit Verbesserung des Wasserhaushaltes, Renaturierung von 200 ha Hochmooren, das Wiesenbrüterschutzgebiet und das Landschaftspflegehof-Projekt zur Einbindung der Streu in die zeitgemäße Stallhaltung.

Das Klosterland umfasst 145 ha Grünland und 50 ha Fichtenforste zumeist auf Übergangsmoor. Es wurde nahezu ein Jahrhundert lang vergleichsweise intensiv bewirtschaftet.

Das neue Bewirtschaftungskonzept sieht vor:
  • Bewirtschaftung ohne Düngung
  • späte Mahdzeitpunkte
  • Dauer- und Wechselbrachstreifen
  • Aufbringen von Streuwiesen-Mahdgut
  • Wiedervernässung durch Aufstau der Gräben
  • Gezielte Arten- und Biotopschutzmaßnahmen
  • Regelmäßige Erfolgskontrollen     
    
Mit finanzieller Beteiligung des Bayerischen Naturschutzfonds erwirbt das Zentrum für Umwelt und Kultur wertvolle Lebensräume und bewirtschaftet sie nach dem Pflege- und Entwicklungsplan der Loisach-Kochelsee-Moore.







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